Schulfest der Estetalschule mit Polizeischutz

Bildquelle: Jens Liebelt

Eine der vielen musikalischen Darbietungen unter dem Motto " rauf auf die Bühne"

Hollenstedt, 1. Juli 2011

Heute am 1. Juli war wieder ein Schulfest in der Estetalschule in Hollenstedt. Warum auch die Polizei dabei war lesen Sie im letzten Abschnitt von diesem Artikel.

Rauf auf die Bühne

Das Schulfest beinhaltete auch das schon bekannte Programm "rauf auf die Bühne", das in der Vergangenheit eine eigene Veranstaltung war. In diesem Programm konnte sich jede Band der Schule dem Publikum vorstellen. Die Schüler waren begeistert und hatten richtig Spaß, ich finde es sehr mutig von den Teilnehmern sich in der Form seinen Mitschülern zu präsentieren - weiter so.

Projekttage

Dieses Schulfest war aber auch in anderer Hinsicht etwas Besonderes. Die Schüler hatten in vergangenen Woche die so genannten Projekttage und haben auf dem Schulfest ihre Projekte den Besuchern vorgestellt. Da gab es allerlei zu bestaunen, für mich am Eindrucksvollsten, die Waveborad Fahrer, ist es mir doch ohnehin schleierhaft wie man sich auf diesen Geräten überhaupt bewegen kann.

Aktivität der rechten Szene in Hollenstedt

Auch wenn wir in Hollenstedt kaum spürbare öffentliche Präsenz der rechten Szene haben, aktiv sind die ideologischen Ratenfänger auch in Hollenstedt, wie der folgende Text der Schüler der Estetalschule zeigt. Heute sind die Agitatoren der rechten Szene nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen. Die Zeit, als das Auftreten in der Öffentlichkeit durch typische Kleidung und Symbole gekennzeichnet waren ist vorbei. Die Schule war in der Vergangenheit schon wiederholt von den Versuchen zur Rekrutierung durch die rechte Szene betroffen. Da auch für das anstehende Schulfest mit dem ungebetenen Besuch gerechnet wurde, waren die Hollenstedter Polizisten ständig Vorort.

Zitat aus dem Schülerbrief:

Ungebetener Besuch in unserer Projektgruppe

Als wir gerade dabei waren den Flashmob* zu planen, kam plötzlich ein junger Mann in die Gruppe.

"Ihr müsst bedenken, dass auch die Deutschen oft verhasst sind. Wollen wir darüber diskutieren?"

NEIN - wollen wir nicht!

Aber wir konnten zur Kenntnis nehmen, dass die "Szene" bereits am 2. Tag Notiz von dem Projekt genommen hat und einschreiten wollte. Das zeigt uns, wie wichtig dieses Thema in Hollenstedt ist.

Die Inhalte des Projekts sind an unserer Schule schon eine Selbstverständlichkeit. Gegenseitige Achtung und Toleranz wird bei uns nicht nur groß geschrieben, sondern auch tagtäglich gelebt. Ungewohntes sowie andere Menschen und Kulturen empfinden wir als Bereicherung.

Und so ist es auch keine Überraschung, dass wir in kürzester Zeit die geforderten Unterschriften sammeln konnten (übrigens: es waren weit mehr als die geforderten 70%). Damit beziehen wir eindeutig Position.

Wir gehen davon aus, dass die Durchführung dieses Projektes dazu führen wird, dass unsere Schule wieder einmal mit Parolen und "Spuckies*" übersät wird. Das kam auch in der Vergangenheit in regelmäßigen Abständen vor. Zeit und Kosten, die unser Hausmeister in mühevoller Arbeit dafür aufwenden musste, hätten wir gerne für andere Dinge verwendet.

Vielleicht sollten wir überlegen, dass wir bei der nächsten Aktion, in der unsere Schule verschandelt wird, eine Sammlung starten und das Geld einer Stiftung zukommen lassen, die sich insbesondere für Asylanten einsetzt. Dann würde die Szene wenigstens indirekt was Gutes tun, ob sie wollen oder nicht.

Wir bleiben dran!

Ende des Zitats, aus dem Schülerbrief.

*Spuckies sind gummierte Papieraufkleber, die nach dem Anfeuchten kleben.
*Flashmob bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun.

Hut ab, ihr seit aufrechte Demokraten.

JL

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