Leerstand von Gewerbeflächen auch in Hollenstedt sichtbar

(Foto: Dein Hollenstedt)

Nur eine von mehreren Gewerbeflächen, die in Hollenstedt leer stehen

Hollenstedt, 11. August 2010

In der Samtgemeinde Hollenstedt stehen immer mehr Gewerberäume und Gewerbeflächen leer. Dies ist das traurige Fazit, zu dem man kommt, wenn man einmal aufmerksam durch Hollenstedt geht oder fährt. In der Gemeinde Hollenstedt direkt fallen dem geneigten Betrachter dabei gleich vier Objekte auf. In der Bahnhofstraße neben der Firma Orschel ist seit dem Weggang des Aquaristik Fachgeschäftes vor über 12 Monaten nichts mehr geschehen. Das kleine Ladengeschäft in der Moisburger Straße, neben dem Restaurant OPATIA ist ebenfalls schon lange ungenutzt. Dazu gesellt sich das ehemalige Lager- und Verwaltungsgebäude der Firma Gastroback im Gewerbegebiet, dass seit dem Neubau der Firma Gastroback vor über 2 Jahren leer steht. Nimmt man nun noch das gerade frei gewordene Ladengeschäft der Firma Brillen Chic in der Hauptstraße dazu, sieht man doch schon einige Lücken.

Die Frage, die daraus resultiert ist zwangsläufig die, nach der Rentabilität für Unternehmen sich in Hollenstedt niederzulassen.

Wenn man bedankt, dass die Ladenfläche über dem Schlecker Markt und dem ehemaligen Optiker Brillen Chic noch nie vermietet war, ist die Frage nach der zukünftigen Entwicklung des Hollenstedter Einzelhandels durchaus berechtigt.

Zugegen, es entsteht ein neuer Discounter Markt in der Hauptstraße. Aber der alleine wird es wohl nicht richten. Für kleine Einzelhändler scheint das Überleben in Hollenstedt immer schwieriger zu werden. Aber gerade die sind nötig, um eine entsprechende Angebots- und Arbeitsplatzvielfalt zu gewährleisten. Es können schließlich nicht alle Hollenstedter bei den Discountern an der Kasse sitzen.

Oder wird Hollenstedt immer mehr zur Schlafstadt? Verdienen die Hollenstedter ihr Geld nur noch außerhalb von Hollenstedt und kommen sie - nach getaner Arbeit - nur noch zum Schlafen nach Hause?

Diesen Trend kann man nicht nur in unserer Samtgemeinde betrachten, er zeigt sich allen Ortes. Ob nun in Tostedt oder Buxtehude, die Innenstädte zeigen Auflösungserscheinungen. Ist es wirklich so, dass alle Menschen, die ländlich wohnen aber in der Stadt einkaufen, dort auch ihr Geld lassen und so den lokalen Einzelhandel in Gefahr bringen?

Man kann sicherlich nicht alles Übel auf Mediamarkt und Co. schieben. Denn es ist noch immer der Mensch - in diesem Fall der Kunde - der entscheidet, wo er einkaufen geht und welche Region er somit unterstützt.

Aber es drängt sich noch ein weiterer Verdacht auf: Kann es sein, dass die Krise noch nicht vorbei ist? Man hört zwar in den Medien immer wieder davon, dass sich die Exportwirtschaft in neue Höhen aufgeschwungen hat. Aber hilft das dem kleinen Laden vor Ort? Offensichtlich nicht, denn sonst würden nicht so viele "Zu vermieten" Schilder in den Schaufenstern kleben.

So viel Zynismus sie gestattet: Vielleicht lohnt es sich ja einen Laden zu eröffnen, der die Zu-vermieten-Schilder verkauft.

FW

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