Aufruf - Sitzwarten für den Eisvogel schaffen

(Bildquelle: Erhard Nerger - via NABU Emsland)

Der NABU Emsland und der Heimat- und Verkehrsverein Estetal e.V. bitten um Mitthilfe für den Eisvogel

Hollenstedt, 6. Dezember 2010:

Schon Ende November waren die meisten kleineren Gräben zugefroren, die Temperatur sinkt weiter. Nun beginnt es auch noch zu schneien. Viele Tiere leiden unter dem frühen Wintereinbruch, ganz besonders die Eisvögel! Da sie sich ausschließlich von Fischen ernähren, sind sie auf offene Gewässer angewiesen. Durch den frühen Wintereinbruch hatten die Vögel kaum Gelegenheit hatten, sich Fettreserven anzulegen. Ab November, wenn die Altvögel sich von den Strapazen der Brutpflege erholt haben, beginnen sie normalerweise erst mit der Gewichtszunahme. Ein ausgewachsener Eisvogel nimmt dann über 10 % an Gewicht zu – von ca. 40 auf 45 – 46 Gramm.

Der Eisvogel ist im Winter vermehrt an Gräben in Siedlungsnähe oder sogar mitten in der Stadt anzutreffen, da diese Gewässer oft erst später oder gar nicht zufrieren. Um seine Beute im Sturzflug erhaschen zu können, benötigt der geschickte Fischer Ansitzwarten, das können Äste, Wurzeln, Pfähle, Zäune, Geländer oder sogar dickere Röhrichthalme sein, die über die Wasseroberfläche ragen. An vielen Gräben in der Feldflur fehlen solche Strukturen leider vollkommen. Die Gräben wurden zudem erst vor wenigen Wochen gemäht, dabei wurden meist auch alle Gehölze entfernt. Wer ein offenes Kleingewässer oder einen Graben auf seinem Grundstück hat, kann dem Eisvogel helfen, in dem er einen verzweigten Ast so am Ufer verankert, dass der dünnere Teil über das Wasser ragt. Da ein ausgewachsener Eisvogel höchstens 46 Gramm wiegt, braucht eigentlich niemand zu befürchten, dass der Ast unter „Übergewicht“ ins Wasser kippt. Der dickere Arm des Astes am Ufer kann dann vom Eisvogel zur „Zubereitung“ der Beute dienen: Der Fisch wird mit kräftigem Schwung links und rechts auf den Ast geschlagen und mit dem Schnabel gedrückt, bis er sich nicht mehr bewegt. Erst dann wird die Mahlzeit so herumgedreht, dass der Vogel sie verschlucken kann. Natürlich müssen solche Sitzwarten an Gräben ab und an kontrolliert werden, um sicher zu stellen, dass der Wasserabfluss nicht behindert wird. Keinesfalls sollten Ansitzwarten aus Metall verwendet werden, da der Vogel dort sehr leicht festfriert. Das wäre dann sein sicherer Tod.

Wichtig ist außerdem, dass die Sitzwarte an einem geschützten Platz angebracht wird. An häufig begangenen oder befahrenen Stellen würde der Eisvogel zu oft aufgescheucht, was unnötig Energie verbraucht. In zu offenem Gelände kann er wiederum einem Sperber oder anderem Raubvogel zum Opfer fallen.

Jutta Over, NABU Emsland/Grafschaft Bentheim

Dr. B.Hohmann, Pressewart Heimat- u. Verkehrsverein Estetal e.V.

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